⏱️ Lesezeit: ca. 25 Minuten | Letztes Update: 10. Januar 2026

Die AZAV-Zertifizierung ist das Fundament für jeden Bildungsträger in Deutschland, der mit der Agentur für Arbeit oder den Jobcentern zusammenarbeiten möchte. Sie ist das offizielle Gütesiegel, das Qualität, Transparenz und Leistungsfähigkeit bescheinigt und den Zugang zu einem Milliardenmarkt öffnet: der geförderten Weiterbildung. Ohne dieses Zertifikat bleiben die Türen zu Bildungsgutscheinen und Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheinen (AVGS) verschlossen.

Doch der Weg zur Zertifizierung ist oft von Unsicherheiten, komplexen Anforderungen und bürokratischen Hürden geprägt. Viele Gründer und etablierte Bildungsträger fragen sich: Was genau wird geprüft? Welche Unterlagen brauche ich? Und wie stelle ich sicher, dass ich den Prozess erfolgreich bestehe? Dieser umfassende Leitfaden beantwortet all diese Fragen und führt Sie Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess – von den rechtlichen Grundlagen über die Träger- und Maßnahmezulassung bis hin zu den Kosten und häufigsten Fehlern.

💡 Was ist die AZAV-Zertifizierung?

Die AZAV-Zertifizierung (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung) ist ein gesetzlich vorgeschriebenes Verfahren für Bildungsträger in Deutschland. Sie dient als Nachweis, dass ein Träger und seine Maßnahmen die Qualitätsanforderungen für die Durchführung von geförderten Weiterbildungen und Eingliederungsmaßnahmen erfüllen, die durch die Agentur für Arbeit oder Jobcenter über Bildungsgutscheine oder AVGS finanziert werden.

Prozess der AZAV-Zertifizierung im Überblick

1. Die Grundlagen: Warum die AZAV unverzichtbar ist

Die AZAV ist mehr als nur ein bürokratisches Erfordernis; sie ist das zentrale Steuerungsinstrument des Gesetzgebers, um die Qualität und Effizienz im Markt der geförderten Weiterbildung sicherzustellen. Vor ihrer Einführung im Jahr 2012 war der Markt deutlich unregulierter, was zu erheblichen Qualitätsunterschieden und teilweise ineffizientem Einsatz von öffentlichen Geldern führte. Die AZAV hat hier einen klaren Standard gesetzt.

Die Ziele der AZAV im Überblick

  • Qualitätssicherung: Sicherstellen, dass Teilnehmer eine qualitativ hochwertige und arbeitsmarktrelevante Qualifizierung erhalten.
  • Transparenz: Schaffung von vergleichbaren Standards und transparenten Prozessen bei allen Anbietern.
  • Wirtschaftlichkeit: Gewährleisten, dass öffentliche Mittel effizient und zielgerichtet eingesetzt werden.
  • Teilnehmerschutz: Schutz der Arbeitsuchenden vor unseriösen oder ungeeigneten Angeboten.

Für einen Bildungsträger bedeutet dies konkret: Ohne eine gültige AZAV-Zertifizierung ist es unmöglich, Maßnahmen anzubieten, die von der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter finanziert werden. Sie sind vom größten Segment des deutschen Weiterbildungsmarktes ausgeschlossen. Die Zertifizierung ist somit keine Option, sondern eine zwingende Notwendigkeit für jeden, der in diesem Bereich tätig sein will.

2. Der rechtliche Rahmen: SGB III und die AZAV-Verordnung

Um die AZAV vollständig zu verstehen, muss man ihre rechtliche Verankerung kennen. Die Grundlage bildet das **Dritte Buch Sozialgesetzbuch (SGB III)**, das die Arbeitsförderung in Deutschland regelt. Insbesondere die §§ 176 ff. SGB III legen die Anforderungen an Träger und Maßnahmen fest.

Die AZAV selbst ist eine Rechtsverordnung, die diese gesetzlichen Vorgaben konkretisiert. Sie definiert die Details des Zulassungsverfahrens, die Anforderungen an die Fachkundigen Stellen und die Kriterien, die Träger und Maßnahmen erfüllen müssen.

Rechtsgrundlage Inhalt
SGB III (§§ 176-181) Definiert die grundsätzlichen Anforderungen an die Qualität und Leistungsfähigkeit von Trägern und die Arbeitsmarktrelevanz von Maßnahmen. Legt fest, DASS eine Zulassung erforderlich ist.
AZAV Konkretisiert die gesetzlichen Vorgaben. Regelt das WIE des Zulassungsverfahrens, die Kriterien für die Träger- und Maßnahmezulassung und die Rolle der Fachkundigen Stellen.

💡 Praxis-Tipp: Die Empfehlungen des Beirats beachten

Neben SGB III und AZAV gibt es eine weitere wichtige Quelle: die Empfehlungen des AZAV-Beirats. Dieses Gremium, bestehend aus Vertretern der Agentur für Arbeit, der Arbeitgeber, Arbeitnehmer und der Fachkundigen Stellen, veröffentlicht regelmäßig Konkretisierungen und Auslegungen der Verordnung. Diese Empfehlungen sind für die Auditoren der Fachkundigen Stellen bindend und sollten von jedem Bildungsträger genau studiert werden, da sie oft Prüfschwerpunkte vorwegnehmen.

3. Die Trägerzulassung: Das Fundament Ihres Erfolgs

Die Trägerzulassung ist der erste und wichtigste Schritt im AZAV-Prozess. Sie ist die offizielle Bestätigung, dass Ihr Unternehmen als Organisation grundsätzlich geeignet ist, Maßnahmen der Arbeitsförderung durchzuführen. Ohne eine gültige Trägerzulassung können keine Maßnahmen zertifiziert werden. Sie ist das Fundament, auf dem Ihr gesamtes Geschäft mit geförderten Weiterbildungen aufbaut.

Im Kern wird bei der Trägerzulassung geprüft, ob Ihr Unternehmen über die notwendige Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit und ein funktionierendes Qualitätsmanagementsystem (QM-System) verfügt. Die Zulassung ist in der Regel für fünf Jahre gültig, erfordert aber jährliche Überwachungsaudits, um ihre Gültigkeit zu behalten.

Die 5 Kernanforderungen an den Bildungsträger

4. Die 5 Kernanforderungen an den Bildungsträger

Gemäß § 2 AZAV muss ein Bildungsträger fünf zentrale Kriterien erfüllen, um die Zulassung zu erhalten. Diese werden im Audit detailliert überprüft.

Anforderung Was wird geprüft? (Beispiele)
1. Leistungsfähigkeit & Fachkunde Finanzielle Stabilität (keine Insolvenz), geeignete Räumlichkeiten und Ausstattung, qualifiziertes Personal (Leitung, Lehrkräfte), pädagogisches Konzept.
2. Zuverlässigkeit Einhaltung gesetzlicher Vorschriften (Steuern, Sozialabgaben), keine relevanten Vorstrafen der Geschäftsführung.
3. Qualitätsmanagementsystem (QM-System) Dokumentiertes QM-Handbuch, festgelegte Prozesse (z.B. für Teilnehmer-Feedback, Dozentenauswahl), kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP), regelmäßige interne Audits und Managementbewertungen.
4. Kooperation mit externen Akteuren Nachweisbare Zusammenarbeit mit Unternehmen der Region, um die Arbeitsmarktrelevanz der Maßnahmen sicherzustellen (z.B. durch Praktika, gemeinsame Projekte).
5. Angemessene Vertragsbedingungen Teilnehmerverträge müssen faire und transparente Regelungen zu Rücktritt, Kündigung und Zahlungsbedingungen enthalten.

💡 Praxis-Tipp: Das QM-System ist das Herzstück

Der häufigste Grund für Verzögerungen oder das Scheitern einer Trägerzulassung ist ein unzureichendes QM-System. Es reicht nicht, eine Vorlage zu kaufen. Sie müssen nachweisen, dass das System in Ihrem Unternehmen gelebt wird. Das bedeutet: Alle Mitarbeiter müssen die Prozesse kennen und anwenden, es müssen Protokolle von Teambesprechungen, internen Audits und Feedback-Analysen vorliegen. Dokumentieren Sie alles von Anfang an!

Prozess der Trägerzulassung Schritt für Schritt

5. Der Prozess der Trägerzulassung Schritt für Schritt

Der Weg zur Trägerzulassung folgt einem standardisierten Ablauf. Eine gute Vorbereitung kann den Prozess erheblich beschleunigen.

Phase 1: Vorbereitung (ca. 2-6 Monate)

  1. Informieren & Entscheiden: Machen Sie sich mit den AZAV-Anforderungen und den Empfehlungen des Beirats vertraut.
  2. QM-System aufbauen: Entwickeln oder adaptieren Sie ein QM-System. Erstellen Sie ein QM-Handbuch, das alle Ihre Prozesse beschreibt.
  3. Dokumentation erstellen: Sammeln und erstellen Sie alle notwendigen Dokumente (Organigramm, Personalakten, Mietverträge, pädagogisches Konzept etc.).
  4. Internes Audit durchführen: Simulieren Sie eine Prüfung. Gehen Sie alle Anforderungen durch und prüfen Sie, ob Sie die passenden Nachweise haben.

Phase 2: Antragstellung & Audit (ca. 1-2 Monate)

  1. Fachkundige Stelle auswählen: Holen Sie Angebote von mehreren Fachkundigen Stellen ein und wählen Sie einen Partner.
  2. Antrag einreichen: Füllen Sie den Antrag aus und reichen Sie Ihr QM-Handbuch und weitere geforderte Dokumente ein.
  3. Dokumentenprüfung: Der Auditor prüft Ihre Unterlagen auf Vollständigkeit und Konformität.
  4. Vor-Ort-Audit: Der Auditor besucht Ihr Unternehmen (meist für einen Tag). Er spricht mit der Geschäftsführung und Mitarbeitern, prüft Räumlichkeiten und stichprobenartig weitere Dokumente.

Phase 3: Zulassung & Überwachung (laufend)

  1. Auditbericht & Maßnahmenplan: Sie erhalten einen Bericht. Bei Abweichungen (Mängeln) müssen Sie einen Maßnahmenplan zur Behebung erstellen.
  2. Zertifikatserteilung: Nach erfolgreicher Prüfung und Behebung aller Mängel erhalten Sie das AZAV-Trägerzertifikat.
  3. Jährliche Überwachungsaudits: In den folgenden vier Jahren findet jährlich ein kürzeres Audit statt, um die Aufrechterhaltung des QM-Systems zu prüfen.
  4. Re-Zertifizierung: Vor Ablauf der fünf Jahre müssen Sie einen Antrag auf Re-Zertifizierung stellen, was einem erneuten vollständigen Audit gleichkommt.

6. Die Maßnahmezulassung: Das Herzstück Ihres Angebots

Haben Sie die Trägerzulassung erfolgreich bestanden, folgt der zweite entscheidende Schritt: die Maßnahmezulassung. Während bei der Trägerzulassung Ihre Organisation im Fokus stand, geht es hier um die konkreten Bildungsangebote, die Sie für Inhaber von Bildungsgutscheinen oder AVGS anbieten möchten. Jede einzelne Maßnahme muss separat zugelassen werden.

Die Maßnahmezulassung stellt sicher, dass Ihr Kurs nicht nur qualitativ hochwertig ist, sondern auch einen echten Bedarf auf dem Arbeitsmarkt deckt und die Teilnehmer ihren beruflichen Zielen näherbringt. Die Zulassung einer Maßnahme ist in der Regel für drei Jahre gültig.

Anforderungen an die Maßnahme (§ 5 AZAV)

Die Prüfung einer Maßnahme konzentriert sich auf folgende Kernpunkte:

  • Arbeitsmarktliche Relevanz: Die Maßnahme muss auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes ausgerichtet sein und die Eingliederungschancen der Teilnehmer verbessern. Sie müssen dies durch aktuelle Arbeitsmarktanalysen oder Bedarfsabfragen bei Unternehmen belegen.
  • Qualifiziertes Personal: Die eingesetzten Lehrkräfte müssen sowohl fachlich als auch pädagogisch geeignet sein. Dies wird anhand von Lebensläufen, Zeugnissen und Nachweisen über pädagogische Eignung (z.B. AEVO) geprüft.
  • Zweckmäßiges Lehrkonzept: Das didaktisch-methodische Vorgehen muss schlüssig sein. Lehrpläne, Stundenverteilung und Lernzielkontrollen müssen klar definiert und nachvollziehbar sein.
  • Angemessene Kostenkalkulation (BDKS): Die Kosten der Maßnahme müssen wirtschaftlich und sparsam kalkuliert sein. Dies ist einer der kritischsten Punkte und wird über die Betriebswirtschaftlichen Daten und Kennzahlen (BDKS) nachgewiesen.
  • Transparente Teilnahmebedingungen: Die Verträge müssen klare Regelungen zu Dauer, Ort, Inhalten und eventuellen Praktika enthalten.

⚠️ Achtung: Die Kalkulation (BDKS)

Die Kalkulation der Maßnahmenkosten ist eine Wissenschaft für sich und ein häufiger Stolperstein. Sie müssen alle Kosten (Personal, Miete, Verwaltung, Marketing etc.) detailliert aufschlüsseln und einem Kostensatz pro Teilnehmerstunde zuordnen. Dieser wird dann mit den von der Agentur für Arbeit veröffentlichten Bundesdurchschnittskostensätzen (BDKS) verglichen. Liegt Ihr Satz deutlich darüber, müssen Sie dies plausibel begründen können. Eine fehlerhafte oder intransparente Kalkulation führt unweigerlich zur Ablehnung der Maßnahme.

7. Kosten und Zeitaufwand der AZAV-Zertifizierung

Die AZAV-Zertifizierung ist eine Investition in die Zukunftsfähigkeit Ihres Bildungsträgers. Die Kosten und der Zeitaufwand können je nach Größe des Unternehmens, Komplexität der Prozesse und Anzahl der Maßnahmen variieren.

Kostenpunkt Geschätzte Kosten Anmerkungen
Externe Beratung (optional) 2.000 € – 10.000 € Empfehlenswert für Ersteinsteiger, um Fehler zu vermeiden und den Prozess zu beschleunigen.
Trägerzulassung (Audit) 1.500 € – 3.000 € Einmalig für die Erstzertifizierung.
Jährliche Überwachungsaudits 800 € – 1.500 € Jährlich anfallende Kosten zur Aufrechterhaltung des Zertifikats.
Maßnahmezulassung (pro Maßnahme) 300 € – 800 € Kosten fallen für jede einzelne Maßnahme an, die Sie zertifizieren lassen.
Interne Kosten variabel Zeitaufwand der Mitarbeiter für die Erstellung der Dokumentation und Begleitung der Audits.

Zeitaufwand: Rechnen Sie für die erstmalige Trägerzertifizierung von der Entscheidung bis zum Erhalt des Zertifikats mit einem Zeitraum von mindestens 4 bis 9 Monaten. Die Maßnahmezulassung dauert anschließend in der Regel weitere 4 bis 8 Wochen pro Maßnahme.

8. Die Fachkundigen Stellen (FKS): Ihr Partner im Prozess

Die Zertifizierung wird nicht von der Agentur für Arbeit selbst, sondern von privaten Unternehmen, den sogenannten Fachkundigen Stellen (FKS), durchgeführt. Diese müssen von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) zugelassen sein, was ihre Unabhängigkeit und Kompetenz sicherstellt.

Die Wahl der richtigen FKS ist eine wichtige strategische Entscheidung. Achten Sie nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Erfahrung der Auditoren in Ihrer Branche, die Erreichbarkeit und die Servicequalität.

Bekannte Fachkundige Stellen in Deutschland (Auswahl)

  • TÜV (z.B. TÜV Rheinland, TÜV SÜD, TÜV Nord)
  • DEKRA Certification GmbH
  • CERTQUA GmbH
  • GZQ (Gesellschaft zur Zertifizierung von Qualitätsmanagementsystemen)
  • APV-Zertifizierungs GmbH
  • CERT-IT GmbH

💡 Praxis-Tipp: Angebote vergleichen und nachfragen

Holen Sie sich mindestens drei Angebote von verschiedenen Fachkundigen Stellen ein. Fragen Sie gezielt nach der Erfahrung der Auditoren im Bereich Ihrer geplanten Maßnahmen. Ein Auditor, der Ihre Branche versteht, kann den Prozess erheblich erleichtern und wertvolle Hinweise geben. Klären Sie auch, wie die FKS mit der Behebung von Mängeln umgeht und welche Fristen dafür gelten.

9. Die Vorteile einer AZAV-Zertifizierung

Die AZAV-Zertifizierung ist weit mehr als eine formale Hürde. Sie ist eine strategische Investition, die Ihrem Bildungsträger entscheidende Vorteile im Wettbewerb sichert und die Weichen für nachhaltiges Wachstum stellt.

  • Marktzugang und Umsatzsteigerung: Der offensichtlichste Vorteil ist der Zugang zum riesigen Markt der geförderten Weiterbildung. Nur mit AZAV-Zertifikat können Sie Bildungsgutscheine und AVGS annehmen und so Ihren potenziellen Kundenkreis und Umsatz massiv erweitern.
  • Qualitätssiegel und Vertrauen: Das AZAV-Siegel ist ein weithin anerkanntes Symbol für Qualität und Seriosität. Es schafft Vertrauen bei potenziellen Teilnehmern, der Agentur für Arbeit, Jobcentern und kooperierenden Unternehmen.
  • Wettbewerbsvorteil: In einem dichten Markt heben Sie sich klar von nicht-zertifizierten Anbietern ab. Bei der Auswahl eines Kurses entscheiden sich Teilnehmer und Arbeitsvermittler im Zweifel immer für den zertifizierten Träger.
  • Prozessoptimierung: Die Einführung eines QM-Systems zwingt Sie, Ihre internen Abläufe zu durchleuchten, zu standardisieren und zu optimieren. Das führt zu mehr Effizienz, weniger Fehlern und einer stärkeren Organisation.
  • Kontinuierliche Verbesserung: Die jährlichen Überwachungsaudits und der geforderte kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP) sorgen dafür, dass Ihr Unternehmen agil bleibt und sich stetig weiterentwickelt.

10. Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Muss ich ein QM-System nach ISO 9001 haben?

Nein, das ist nicht zwingend erforderlich. Die AZAV fordert ein System zur Qualitätssicherung. Sie können ein eigenes, auf die AZAV zugeschnittenes System entwickeln. Eine Zertifizierung nach ISO 9001 kann jedoch die AZAV-Zertifizierung erleichtern, da viele Anforderungen bereits abgedeckt sind.

Wie lange dauert der gesamte Prozess?

Planen Sie realistisch. Für die erstmalige Trägerzulassung sollten Sie von der Entscheidung bis zum Zertifikat mindestens 4 bis 9 Monate einplanen. Die anschließende Maßnahmezulassung dauert pro Maßnahme zusätzlich ca. 4-8 Wochen.

Was passiert, wenn ich durch das Audit falle?

In der Regel fallen Sie nicht sofort komplett durch. Der Auditor stellt Abweichungen (Mängel) fest und gibt Ihnen eine Frist, um diese durch einen Maßnahmenplan zu beheben. Nur wenn schwerwiegende Mängel nicht behoben werden, wird das Zertifikat verweigert.

Kann ich auch ohne AZAV-Zertifizierung mit der Agentur für Arbeit zusammenarbeiten?

Nein. Für Maßnahmen, die über Bildungsgutscheine oder AVGS finanziert werden, ist eine gültige AZAV-Zertifizierung (Träger- und Maßnahmezulassung) eine zwingende Voraussetzung.

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Dennis Kraft

Über den Autor: Dennis Kraft

Dennis Kraft ist Business Development Consultant und Experte für die Digitalisierung und Skalierung von AZAV-Bildungsträgern. Mit seiner Expertise hilft er Unternehmen, ihre Prozesse zu optimieren und nachhaltig am Markt zu wachsen.

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Die dargestellten Schritte, Hinweise und Beispiele ersetzen keine individuelle Einzelfallprüfung. Für die konkrete Vorbereitung, Antragstellung, Träger- und Maßnahmezulassung sowie Audit-Durchführung ist stets die Prüfung deiner konkreten Situation durch hierfür befugte Fachpersonen (z. B. Rechtsanwalt, Steuerberater, AZAV-Berater) erforderlich.

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