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Der Markt für berufliche Weiterbildung ist hart umkämpft. Während viele AZAV-zertifizierte Bildungsträger sich auf die Akquise von Einzelpersonen mit Bildungsgutschein konzentrieren, liegt im B2B-Geschäft ein enormes, oft ungenutztes Potenzial. Kooperationen mit Unternehmen bieten nicht nur die Möglichkeit, ganze Gruppen von Teilnehmern zu gewinnen, sondern auch langfristige, stabile Partnerschaften aufzubauen.
Doch wie gelingt der Einstieg in den B2B-Markt? Welche Angebote sind für Unternehmen attraktiv? Und wie lassen sich Förderprogramme wie das Qualifizierungschancengesetz gezielt für die Akquise nutzen? Dieser Leitfaden bietet einen umfassenden Einblick in das B2B-Geschäft für Bildungsträger. Wir zeigen Ihnen, wie Sie eine erfolgreiche B2B-Strategie entwickeln, die richtigen Ansprechpartner in Unternehmen finden, überzeugende Angebote gestalten und langfristige Kooperationen aufbauen, die für beide Seiten einen Mehrwert schaffen.
Die Zeiten, in denen Bildungsträger ausschließlich auf Einzelteilnehmer mit Bildungsgutschein setzen konnten, sind vorbei. Der Wettbewerb ist intensiver geworden, die Margen sinken. Gleichzeitig wächst der Bedarf an betrieblicher Weiterbildung. Der demografische Wandel, die Digitalisierung und der Strukturwandel in vielen Branchen zwingen Unternehmen dazu, ihre Mitarbeiter kontinuierlich zu qualifizieren. Hier liegt Ihre Chance.
Warum B2B? Die Vorteile von Unternehmenskooperationen
Das B2B-Geschäft bietet Bildungsträgern eine Reihe von strategischen Vorteilen gegenüber dem reinen B2C-Geschäft. Diese Vorteile gehen weit über die reine Umsatzsteigerung hinaus und betreffen die gesamte strategische Ausrichtung Ihres Bildungsträgers.
Planungssicherheit: Langfristige Rahmenverträge und die Schulung ganzer Mitarbeitergruppen sorgen für eine stabile Auslastung und planbare Umsätze. Während im B2C-Geschäft jeder Teilnehmer einzeln akquiriert werden muss und die Auslastung schwankt, können Sie im B2B-Bereich mit festen Kontingenten rechnen. Ein einziger Rahmenvertrag mit einem mittelständischen Unternehmen kann die Auslastung für mehrere Monate sichern.
Geringere Akquisekosten: Die Akquise eines Unternehmens mit 20 Mitarbeitern ist oft weniger aufwändig als die Akquise von 20 Einzelpersonen. Sie führen ein Verkaufsgespräch statt zwanzig. Sie erstellen ein Angebot statt zwanzig. Sie pflegen eine Kundenbeziehung statt zwanzig. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Marketing- und Vertriebskosten.
Höhere Margen: Inhouse-Schulungen und maßgeschneiderte Programme lassen sich oft zu höheren Preisen verkaufen als standardisierte Kurse. Unternehmen sind bereit, für Individualität und Praxisnähe einen Aufpreis zu zahlen. Zudem entfallen im B2B-Geschäft oft die Kosten für Marketing und Vertrieb an Endkunden.
Stärkere Kundenbindung: Erfolgreiche Kooperationen führen zu Folgeaufträgen und einer langfristigen Partnerschaft. Ein zufriedenes Unternehmen wird Sie weiterempfehlen und bei zukünftigem Qualifizierungsbedarf erneut auf Sie zukommen. Im B2C-Geschäft ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Teilnehmer mehrfach bei Ihnen bucht, deutlich geringer.
Praxisnähe: Die enge Zusammenarbeit mit Unternehmen stellt sicher, dass Ihre Angebote arbeitsmarktrelevant und praxisnah sind. Sie erhalten direktes Feedback aus der Wirtschaft und können Ihre Curricula kontinuierlich anpassen. Das erhöht nicht nur die Qualität Ihrer Maßnahmen, sondern auch Ihre Vermittlungsquote.
Das Qualifizierungschancengesetz (QCG) als Türöffner
Das Qualifizierungschancengesetz ist eines der wichtigsten Instrumente zur Förderung der betrieblichen Weiterbildung in Deutschland und ein entscheidender Türöffner für Ihr B2B-Geschäft. Es ermöglicht Unternehmen, ihre Mitarbeiter zukunftsorientiert zu qualifizieren und dabei erhebliche finanzielle Unterstützung zu erhalten. Als AZAV-zertifizierter Bildungsträger sind Sie der ideale Partner für die Umsetzung dieser geförderten Maßnahmen.
Das QCG wurde 2019 eingeführt und 2020 durch das Arbeit-von-Morgen-Gesetz weiter ausgebaut. Es richtet sich an alle Beschäftigten, unabhängig von Qualifikation, Alter oder Betriebsgröße. Ziel ist es, die Beschäftigungsfähigkeit in Zeiten des digitalen und strukturellen Wandels zu sichern. Für Sie als Bildungsträger bedeutet das: Ein riesiger Markt mit staatlicher Förderung.
Förderquoten nach Unternehmensgröße
Die Höhe der Förderung hängt von der Unternehmensgröße ab. Je kleiner das Unternehmen, desto höher die Förderquote. Das macht das QCG besonders für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) attraktiv.
| Unternehmensgröße | Zuschuss zu Weiterbildungskosten | Zuschuss zu Lohnkosten |
|---|---|---|
| Kleine Unternehmen (< 50 MA) | bis zu 100% | bis zu 75% |
| Mittlere Unternehmen (50-499 MA) | bis zu 50% | bis zu 50% |
| Große Unternehmen (≥ 500 MA) | bis zu 25% | bis zu 25% |
💡 Praxis-Tipp: Nutzen Sie diese Förderquoten als zentrales Verkaufsargument! Viele Unternehmen, insbesondere kleine und mittlere, kennen die attraktiven Fördermöglichkeiten des QCG nicht. Positionieren Sie sich als Experte, der nicht nur qualifiziert, sondern auch bei der Beantragung der Fördermittel unterstützt. Bieten Sie einen Rundum-Service an: von der Bedarfsanalyse über die Antragsstellung bis zur Durchführung und Abrechnung.
Voraussetzungen für die Förderung
Damit eine Weiterbildung nach dem QCG gefördert werden kann, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Diese Voraussetzungen sollten Sie kennen und in Ihrer Beratung kommunizieren:
- AZAV-Zertifizierung: Sowohl der Bildungsträger als auch die Maßnahme müssen AZAV-zertifiziert sein.
- Mindestdauer: Die Weiterbildung muss mehr als 120 Stunden umfassen (bei Teilzeit entsprechend länger).
- Zukunftsorientierung: Die Weiterbildung muss dazu dienen, die Beschäftigungsfähigkeit zu sichern oder zu verbessern.
- Beratung durch die Agentur für Arbeit: Das Unternehmen muss sich vorab von der Agentur für Arbeit beraten lassen.
Bereit für den Einstieg ins B2B-Geschäft?
Unsere Experten unterstützen Sie bei der Entwicklung Ihrer B2B-Strategie, der Angebotsentwicklung und der Akquise von Unternehmenskunden.
Die 5 Phasen zum erfolgreichen B2B-Geschäft
Der Aufbau eines erfolgreichen B2B-Geschäfts ist ein strategischer Prozess, der sich in fünf Phasen unterteilen lässt. Jede Phase baut auf der vorherigen auf und erfordert spezifische Maßnahmen und Kompetenzen.
Phase 1: Strategie und Positionierung
Definieren Sie Ihre Zielgruppe, analysieren Sie den Bedarf und entwickeln Sie ein klares Leistungsversprechen. Ohne eine klare Strategie ist Ihr B2B-Geschäft zum Scheitern verurteilt.
Phase 2: Angebotsentwicklung
Gestalten Sie attraktive, bedarfsgerechte Angebote für Unternehmen – von standardisierten Kursen bis zu maßgeschneiderten Inhouse-Lösungen. Ihre Angebote müssen flexibel und auf die Bedürfnisse von Unternehmen zugeschnitten sein.
Phase 3: Marketing und Akquise
Finden Sie die richtigen Ansprechpartner in Unternehmen und überzeugen Sie sie von Ihrem Angebot. Im B2B-Geschäft geht es darum, Beziehungen aufzubauen und Vertrauen zu schaffen.
Phase 4: Durchführung und Qualitätssicherung
Sorgen Sie für eine reibungslose Durchführung der Maßnahmen und eine hohe Teilnehmerzufriedenheit. Die beste Akquise-Strategie nützt nichts, wenn die Qualität Ihrer Maßnahmen nicht stimmt.
Phase 5: Kundenbindung und Ausbau
Machen Sie aus einmaligen Kunden langfristige Partner. Das Ziel im B2B-Geschäft ist der Aufbau langfristiger Partnerschaften, nicht der schnelle Verkauf.
Phase 1: Strategie und Positionierung
Bevor Sie mit der Akquise beginnen, benötigen Sie eine klare Strategie. Wer sind Ihre idealen Kunden? Welchen Bedarf haben sie? Und wie können Sie diesen Bedarf besser decken als Ihre Wettbewerber? Diese Fragen müssen Sie beantworten, bevor Sie den ersten Kontakt zu einem potenziellen Unternehmenskunden aufnehmen.
Zielgruppenanalyse
Nicht jedes Unternehmen ist ein potenzieller Kunde. Konzentrieren Sie sich auf Branchen und Unternehmensgrößen, in denen Sie bereits Expertise haben. Eine klare Fokussierung ist im B2B-Geschäft erfolgsentscheidend. Mögliche Zielgruppen sind:
Branchen im Strukturwandel: Unternehmen, die ihre Mitarbeiter für neue Technologien qualifizieren müssen. Beispiele sind die Automobilindustrie (Elektromobilität), Energieversorger (erneuerbare Energien) oder der Einzelhandel (E-Commerce). Diese Branchen stehen unter enormem Veränderungsdruck und haben einen hohen Qualifizierungsbedarf.
Wachstumsbranchen: Unternehmen mit hohem Bedarf an Fachkräften, wie IT, Gesundheitswesen, Logistik oder erneuerbare Energien. In diesen Branchen herrscht Fachkräftemangel, und Unternehmen sind bereit, in die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter zu investieren.
Kleine und mittlere Unternehmen (KMU): Diese haben oft keine eigene Personalentwicklung und sind auf externe Anbieter angewiesen. Gleichzeitig profitieren sie von den höchsten Förderquoten nach dem QCG. KMU sind oft loyale Partner, wenn Sie sie einmal überzeugt haben.
Bedarfsanalyse
Finden Sie heraus, welchen konkreten Qualifizierungsbedarf Ihre Zielunternehmen haben. Mögliche Quellen sind:
- Branchenreports und Fachartikel: Welche Trends und Herausforderungen gibt es in der Branche?
- Stellenanzeigen: Welche Qualifikationen werden gesucht? Analysieren Sie die Anforderungsprofile in Stellenanzeigen Ihrer Zielbranche.
- Gespräche mit Branchenexperten: Nutzen Sie Ihr Netzwerk, um Einblicke zu gewinnen. Sprechen Sie mit Personalverantwortlichen, Geschäftsführern und Branchenverbänden.
- Eigene Teilnehmer: Befragen Sie Ihre aktuellen Teilnehmer, die aus Unternehmen kommen. Welchen Qualifizierungsbedarf sehen sie in ihren Unternehmen?
Positionierung
Entwickeln Sie ein klares Leistungsversprechen (Value Proposition), das Sie von Ihren Wettbewerbern abhebt. Mögliche Positionierungen sind:
Der Branchenspezialist: Sie sind der Experte für eine bestimmte Branche (z.B. „Weiterbildung für das Baugewerbe“ oder „IT-Schulungen für Energieversorger“). Diese Positionierung funktioniert besonders gut, wenn Sie bereits Erfahrung in der Branche haben und die spezifischen Anforderungen kennen.
Der Technologiespezialist: Sie bieten hochmoderne Schulungen zu Zukunftsthemen an (z.B. „KI in der Produktion“, „Cybersecurity für KMU“). Diese Positionierung eignet sich, wenn Sie über besondere technologische Expertise verfügen.
Der Fördermittelexperte: Sie sind der Spezialist für geförderte Weiterbildung und nehmen den Unternehmen den gesamten administrativen Aufwand ab. Diese Positionierung ist besonders für KMU attraktiv, die oft nicht die Ressourcen haben, sich mit Förderprogrammen auseinanderzusetzen.
Phase 2: Angebotsentwicklung
Ihre Angebote müssen flexibel und auf die Bedürfnisse von Unternehmen zugeschnitten sein. Bieten Sie verschiedene Formate an, um unterschiedliche Anforderungen abzudecken. Ein Unternehmen, das 50 Mitarbeiter schulen möchte, hat andere Anforderungen als ein Unternehmen, das nur zwei Führungskräfte weiterbilden will.
| Angebotsformat | Beschreibung | Vorteile für Unternehmen |
|---|---|---|
| Offene Kurse | Standardisierte Kurse, an denen Mitarbeiter verschiedener Unternehmen teilnehmen. | Flexibel, kostengünstig für einzelne Mitarbeiter, Networking-Möglichkeiten |
| Inhouse-Schulungen | Standardisierte oder angepasste Kurse, die in den Räumlichkeiten des Unternehmens stattfinden. | Keine Reisekosten, geschützter Raum, firmeninterne Diskussionen möglich, zeitliche Flexibilität |
| Maßgeschneiderte Programme | Individuell entwickelte Programme, die exakt auf den Bedarf des Unternehmens zugeschnitten sind. | Maximaler Praxisbezug, hohe Effektivität, langfristige Wirkung, Wettbewerbsvorteil |
| Blended Learning | Kombination aus Präsenzveranstaltungen und Online-Lernen. | Hohe Flexibilität, geringere Ausfallzeiten, individuelles Lerntempo, Kosteneffizienz |
Preisgestaltung im B2B-Geschäft
Die Preisgestaltung im B2B-Geschäft unterscheidet sich grundlegend vom B2C-Geschäft. Unternehmen denken in Return on Investment (ROI) und erwarten eine klare Darstellung des Nutzens. Gleichzeitig sind sie oft bereit, höhere Preise zu zahlen, wenn der Mehrwert stimmt.
- Transparente Kalkulation: Weisen Sie die Kosten detailliert aus (Dozentenhonorare, Materialien, Raumkosten, etc.).
- Förderung einrechnen: Zeigen Sie auf, wie viel das Unternehmen nach Abzug der Förderung tatsächlich zahlt.
- Staffelpreise: Bieten Sie Rabatte bei größeren Teilnehmerzahlen oder Rahmenverträgen an.
- Zusatzleistungen: Bieten Sie Pakete an, die über die reine Schulung hinausgehen (z.B. Coaching, Transferworkshops, Erfolgsmessung).
Phase 3: Marketing und Akquise
Im B2B-Geschäft geht es darum, die richtigen Ansprechpartner zu finden und eine Beziehung zu ihnen aufzubauen. Die Entscheidung für einen Weiterbildungsanbieter wird selten von einer Person allein getroffen. Oft sind die Personalabteilung, die Fachabteilung und die Geschäftsführung beteiligt. Verstehen Sie die Entscheidungsprozesse in Unternehmen und sprechen Sie alle relevanten Stakeholder an.
Die richtigen Kanäle nutzen
LinkedIn & Xing: Bauen Sie ein professionelles Profil auf, vernetzen Sie sich mit Personalentscheidern und teilen Sie relevante Inhalte (Content Marketing). Veröffentlichen Sie regelmäßig Fachartikel, Case Studies und Erfolgsgeschichten. Nutzen Sie LinkedIn Ads, um gezielt Entscheidungsträger in Ihren Zielbranchen anzusprechen.
Direktansprache: Identifizieren Sie potenzielle Kunden und sprechen Sie sie gezielt per E-Mail oder Telefon an. Wichtig: Recherchieren Sie vorab den konkreten Bedarf und bieten Sie eine Lösung an. Vermeiden Sie Massenmails. Personalisieren Sie jede Nachricht und zeigen Sie, dass Sie sich mit dem Unternehmen beschäftigt haben.
Netzwerk-Veranstaltungen: Besuchen Sie Branchen-Events, Messen und Kongresse, um Kontakte zu knüpfen. Nutzen Sie diese Gelegenheiten nicht nur zum Verkaufen, sondern zum Beziehungsaufbau. Bieten Sie an, als Referent aufzutreten und positionieren Sie sich als Experte.
Empfehlungsmarketing: Bitten Sie zufriedene Kunden um eine Weiterempfehlung. Im B2B-Geschäft sind Empfehlungen Gold wert. Überlegen Sie, ob Sie ein Incentive-Programm für Empfehlungen einführen.
✅ Praxisbeispiel: Account-Based Marketing (ABM)
Anstatt breit zu streuen, konzentrieren Sie sich auf eine kleine Anzahl von Wunschkunden (Accounts). Erstellen Sie für jeden dieser Kunden eine individuelle Akquise-Strategie:
1. Identifizieren: Wählen Sie 10-20 Zielunternehmen aus, die perfekt zu Ihrem Profil passen.
2. Recherchieren: Analysieren Sie den Bedarf, die Herausforderungen und die Entscheidungsträger. Nutzen Sie LinkedIn, Unternehmenswebsites, Geschäftsberichte und Pressemitteilungen.
3. Personalisieren: Erstellen Sie ein maßgeschneidertes Angebot, das exakt auf die Herausforderungen des Unternehmens eingeht.
4. Interagieren: Sprechen Sie die Entscheidungsträger auf verschiedenen Kanälen an (LinkedIn, E-Mail, Telefon, persönliche Events).
5. Konvertieren: Überzeugen Sie im persönlichen Gespräch. Bieten Sie an, eine kostenlose Bedarfsanalyse durchzuführen.
Phase 4: Durchführung und Qualitätssicherung
Die beste Akquise-Strategie nützt nichts, wenn die Qualität Ihrer Maßnahmen nicht stimmt. Im B2B-Geschäft ist die Zufriedenheit des Kunden entscheidend für Folgeaufträge. Ein einziger unzufriedener Kunde kann Ihren Ruf in einer ganzen Branche ruinieren. Umgekehrt kann ein begeisterter Kunde zum Multiplikator werden.
- Professionelles Projektmanagement: Sorgen Sie für eine reibungslose Organisation – von der Anmeldung bis zum Zertifikat. Benennen Sie einen festen Ansprechpartner für das Unternehmen.
- Exzellente Dozenten: Setzen Sie nur erfahrene Dozenten mit hoher Fach- und Sozialkompetenz ein. Im B2B-Geschäft haben Sie es oft mit anspruchsvollen Teilnehmern zu tun.
- Regelmäßiges Reporting: Informieren Sie den Kunden proaktiv über den Fortschritt der Maßnahme. Versenden Sie Zwischenberichte und laden Sie zu Feedback-Gesprächen ein.
- Feedback einholen: Führen Sie am Ende jeder Maßnahme eine strukturierte Evaluation durch und präsentieren Sie die Ergebnisse dem Kunden.
Optimieren Sie Ihr B2B-Geschäft
Lassen Sie uns gemeinsam Ihre B2B-Strategie analysieren und Potenziale für Wachstum identifizieren. Profitieren Sie von unserer Erfahrung im Aufbau erfolgreicher Unternehmenskooperationen.
Phase 5: Kundenbindung und Ausbau
Nach der Maßnahme ist vor der Maßnahme. Das Ziel im B2B-Geschäft ist der Aufbau langfristiger Partnerschaften. Ein Kunde, der einmal bei Ihnen gebucht hat, soll immer wieder kommen. Die Kosten für die Neukundengewinnung sind im B2B-Bereich hoch. Die Pflege bestehender Kundenbeziehungen ist deutlich kostengünstiger und profitabler.
- After-Sales-Service: Bleiben Sie auch nach Abschluss der Maßnahme mit dem Kunden in Kontakt. Versenden Sie regelmäßig Newsletter mit relevanten Inhalten.
- Erfolgsmessung: Helfen Sie dem Kunden, den Erfolg der Maßnahme zu messen (Return on Investment). Führen Sie Follow-up-Gespräche und dokumentieren Sie die Erfolge.
- Bedarfsorientierte Weiterentwicklung: Analysieren Sie gemeinsam mit dem Kunden den zukünftigen Qualifizierungsbedarf und entwickeln Sie proaktiv neue Angebote.
- Rahmenverträge: Bieten Sie langfristige Rahmenverträge mit attraktiven Konditionen an. Definieren Sie Kontingente und Sonderkonditionen.
Fazit: B2B als strategische Säule für Bildungsträger
Der Einstieg in das B2B-Geschäft erfordert eine strategische Herangehensweise, Geduld und den Aufbau von Beziehungen. Doch die Investition lohnt sich. Unternehmenskooperationen bieten nicht nur eine attraktive Umsatzquelle, sondern auch Planungssicherheit und eine starke Marktpositionierung. Nutzen Sie die Fördermöglichkeiten des Qualifizierungschancengesetzes als Türöffner und positionieren Sie sich als kompetenter Partner für die betriebliche Weiterbildung.
Mit einer klaren Strategie, bedarfsgerechten Angeboten und exzellenter Qualität können Sie das enorme Potenzial des B2B-Marktes erschließen und Ihr Geschäft auf eine neue Stufe heben. Denken Sie daran: Im B2B-Geschäft geht es nicht um den schnellen Verkauf, sondern um den Aufbau langfristiger, vertrauensvoller Partnerschaften. Investieren Sie in Beziehungen, nicht nur in Transaktionen.
Die Zukunft der beruflichen Weiterbildung liegt in der engen Verzahnung von Bildungsträgern und Unternehmen. Wer heute die Weichen für ein starkes B2B-Geschäft stellt, sichert sich einen Wettbewerbsvorteil für die kommenden Jahre. Nutzen Sie die Chance und werden Sie zum bevorzugten Partner für betriebliche Weiterbildung in Ihrer Region und Ihrer Branche.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie finde ich die richtigen Ansprechpartner in Unternehmen?
Nutzen Sie LinkedIn und Xing, um Personalverantwortliche, Geschäftsführer und Abteilungsleiter zu identifizieren. Recherchieren Sie auf der Unternehmenswebsite, wer für Personalentwicklung zuständig ist. Bei kleineren Unternehmen ist oft die Geschäftsführung der richtige Ansprechpartner, bei größeren Unternehmen die Personalabteilung oder die Fachabteilung.
Wie lange dauert es, bis ich den ersten B2B-Kunden gewinne?
Die Verkaufszyklen im B2B-Geschäft sind deutlich länger als im B2C-Bereich. Rechnen Sie mit 3-6 Monaten vom Erstkontakt bis zum Vertragsabschluss. Bei größeren Unternehmen kann es auch länger dauern. Wichtig ist, dass Sie kontinuierlich am Ball bleiben und die Beziehung pflegen.
Brauche ich eine separate AZAV-Zertifizierung für B2B-Angebote?
Wenn Sie Maßnahmen anbieten möchten, die nach dem Qualifizierungschancengesetz gefördert werden, benötigen Sie sowohl eine Trägerzulassung als auch eine Maßnahmenzulassung nach AZAV. Für rein betrieblich finanzierte Weiterbildungen (ohne Förderung) ist keine AZAV-Zertifizierung erforderlich. Allerdings ist die AZAV-Zertifizierung ein Qualitätssiegel, das Vertrauen schafft.
Wie kalkuliere ich die Preise für Inhouse-Schulungen?
Kalkulieren Sie alle direkten Kosten (Dozentenhonorare, Materialien, Reisekosten) und schlagen Sie einen Overhead für Verwaltung und Gewinn auf. Berücksichtigen Sie auch den Aufwand für die individuelle Anpassung des Programms. Vergleichen Sie Ihre Preise mit dem Markt, aber verkaufen Sie sich nicht unter Wert. Qualität hat ihren Preis.
Wie unterstütze ich Unternehmen bei der Beantragung von Fördermitteln?
Bieten Sie einen Rundum-Service an: Informieren Sie über die Fördermöglichkeiten, unterstützen Sie bei der Antragstellung, stellen Sie alle erforderlichen Unterlagen bereit (AZAV-Zertifikate, Maßnahmebeschreibungen) und rechnen Sie direkt mit der Agentur für Arbeit ab. Viele Unternehmen schätzen es, wenn Sie ihnen den administrativen Aufwand abnehmen.
Wie baue ich langfristige Kundenbeziehungen auf?
Bleiben Sie nach der Maßnahme in Kontakt, versenden Sie regelmäßig Newsletter mit relevanten Inhalten, laden Sie zu Fachveranstaltungen ein und führen Sie jährliche Bedarfsanalysen durch. Bieten Sie Rahmenverträge mit Vorzugskonditionen an. Zeigen Sie echtes Interesse am Erfolg des Unternehmens, nicht nur am Verkauf.
Welche Rolle spielt Content Marketing im B2B-Geschäft?
Content Marketing ist im B2B-Bereich sehr wichtig. Veröffentlichen Sie regelmäßig Fachartikel, Case Studies, Whitepapers und Erfolgsgeschichten. Positionieren Sie sich als Experte in Ihrer Branche. Nutzen Sie LinkedIn, um Ihre Inhalte zu verbreiten. Guter Content zieht qualifizierte Leads an und verkürzt den Verkaufszyklus.
Kann ich B2B und B2C parallel betreiben?
Ja, viele erfolgreiche Bildungsträger bedienen beide Märkte. Wichtig ist, dass Sie die unterschiedlichen Anforderungen und Verkaufszyklen berücksichtigen. Möglicherweise benötigen Sie separate Vertriebsteams oder zumindest unterschiedliche Vertriebsansätze. Das B2B-Geschäft erfordert mehr Beziehungsarbeit und längere Verkaufszyklen, bietet aber auch höhere Margen und mehr Planungssicherheit.
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Haftungsausschluss
Die Informationen in diesem Artikel wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Sie dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Beratung. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte können wir keine Gewähr übernehmen. Die Förderbedingungen des Qualifizierungschancengesetzes können sich ändern. Bitte prüfen Sie die aktuellen Vorgaben bei Ihrer zuständigen Agentur für Arbeit. Rechtliche und geschäftliche Entscheidungen sollten Sie stets in Absprache mit Experten treffen.



